Romeo Meyer ist ausgebildeter Schauspieler der Theaterhochschule Zürich und arbeitet seit 2012 freischaffend an zahlreichen Bühnen in der Schweiz und Deutschland. Er wirkte in über 90 Produktionen mit und ist Mitglied der Improvisationsgruppe Anundpfirsich, mit der er 2024 Europameister wurde.
Nelly Gyimesi absolvierte ihre professionelle Ausbildung in Schauspiel, Gesang und Tanz in Hamburg. Am Ernst Deutsch Theater Hamburg spielte sie die Doris in Das kunstseidene Mädchen und wurde für ihre Darstellung mit dem Friedrich-Schütter-Nachwuchspreis ausgezeichnet. Seither arbeitet sie freischaffend als Schauspielerin und Sängerin in der Schweiz und in Deutschland und ist außerdem als Sprecherin tätig.
Dominique Jann (*1977) ist Schauspieler und Regisseur und seit 2004 freischaffend tätig sowie Mitbegründer der Theatergruppe VORORT Bern. Er arbeitet in Film- und Theaterproduktionen und realisiert eigene Projekte.
Der Schweizer Peter Niklaus Steiner ist Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter – bekannt für seine vielfältige Bühnenarbeit, eigene Stücke und die Gründung des turbine theaters.
Die Schweizerin Christine Fueter ist Szenografin und Kulturmanagerin – mit Leidenschaft für atmosphärische Bühnenräume und eine lebendige Vermittlung zwischen Kunst und Publikum.
Manon Criblez ist Kostümbildnerin und studierte Mode-Design in Basel sowie am Institut Français de la Mode in Paris. Seit 2022 entwickelt sie Kostüme und Charakterkonzepte für Bühne und Musiktheater.
Mit herzlichem Dank für die finanzielle Unterstützung durch die Ernst Göhner Stiftung, die Egon und Ingrid Hug Stiftung, die Lixmar-Stiftung sowie die Kedves-Stiftung.
Christian ist ein Schweizer Schauspieler und Sänger. Als Regieassistent kann er sein organisatorisches Talent ausleben und somit den Probenprozess optimal unterstützen.
Als Veranstaltungstechniker sorgt der Schweizer Michel Baumgartner professionell für Technik, Licht und Ton bei Events und Aufführungen.
«Amerika gibt es nicht» ist eine von sieben Erzählung aus dem Band «Kindergeschichten» des Schweizer Dichters Peter Bichsel, der im Jahr 1969 erschien und Bichsel als Autor schlagartig bekannt machte. Er nutzte darin die kindliche Logik, um gesellschaftliche Absurditäten zu entlarven. Das Buch deckt verborgene Realitäten auf und gehört heute zum Kanon der deutschsprachigen Literatur. Bichsels Sprache besticht durch ihre einfache Syntax, die ins Hintergründige führt und seine Ironie gegen etabliertes Wissen.
Eine Produktion des Theater Affix in Koproduktion mit dem
turbine theater in Langnau am Albis, der Kaiserbühne in
Kaiserstuhl und dem Theater an der Effingerstrasse in Bern.
Theaterfassung und Regie: Peter Niklaus Steiner
Gespielt von
Romeo Meyer, Undine Schneider und Dominique Jann
Premiere: 30. Oktober 2026 im turbine theater, Langnau am Albis
Die Erzählung «Amerika gibt es nicht»
Ein Erzähler behauptet, «Amerika gibt es nicht». Der Zuhörer kann das nicht glauben und schimpft ihn einen Lügner, worauf der Erzähler folgende Geschichte erzählt:
Der König am spanischen Hof langweilt sich, kein Narr vermag ihn zu unterhalten, den letzten, Hänschen, will er gar hinrichten lassen. Der schüchterne Colombin wird gezwungen, der Hinrichtung beizuwohnen, vermag den König aber mit seiner Naivität davon abzuhalten und wird daraufhin selbst zum neuen Gespanen des Königs. Um ihn nicht zu enttäuschen, gibt er vor, ein Land zu entdecken. Der grosse Seefahrer Amerigo Vespucci überprüft das und bestätigt die Entdeckung des Landes. Colombin, in banger Angst, seine Lüge würde auffliegen, fällt Amerigo um den Hals und ruft erleichtert «Amerigo»! Nun glauben die Leute, das neue Land heisse «Amerika». Colombin wird vom König zu «Kolumbus» ernannt und die Leute erzählen die Geschichte weiter, mit Erzählungen, die sie von andern darüber gehört haben.
Nach der letztjährigen Aufführung von “Der Abschiedsbrief” präsentiert das turbine theater diesen Herbst die neue Co-Produktion mit dem Theater Affix und der Kaiserbühne “Das Original” von Stephen Sachs, einem zeitgenössischen, amerikanischen Dramatiker. Aus der Kontroverse um die Echtheit eines Bildes stellt sich bald die Frage nach der Echtheit der vom Disput betroffenen Personen, respektive, wer oder was hat die Macht, zu entscheiden, was echt ist oder nicht.
Peter Niklaus Steiner und Sabina Deutsch.
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